Historisches – Systemische Beratung

Klientenzentrierte Gesprächsführung

Systemische Beratung/Therapie wird auch klientenzentrierte Gesprächsführung genannt. Diese Methode wurde von Carl Rogers (amerikanischer Psychologe) in den 1940er Jahren entwickelt. Revolutionär daran war und ist, dass nicht – wie bislang üblich – ein distanziertes Verhältnis zu den Klienten gepflegt wird, sondern dass es sich in der systemischen Therapie um eine Begegnung von Therapeut/-in und Klient/-in auf gleicher Ebene handelt.

Systemische Beratung und Therapie in Deutschland

In Deutschland hat sich diese Form der Therapie in den letzten Jahren etablieren können, ihre Wirksamkeit ist seit Dezember 2008 offiziell anerkannt. Vertreten und praktiziert wurde sie schon lange vorher. Bereits im Jahr 2000 schlossen sich die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Familientherapie (DAF, gegründet 1978) und der Dachverband für Familientherapie und systemisches Arbeiten (DFS, gegründet 1978) zur Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) zusammen. Dabei handelt es sich um einen berufsübergreifenden Fachverband mit derzeit mehr als 5000 Mitgliedern. Die DGSF ist als Verein beim Amtsgericht Köln eingetragen und vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Ihr Ziel ist es, systemisches Denken und Arbeiten zu fördern und die systemische Beratung und Therapie zu verbreiten.

Systemtheoretische Betrachtung des Menschen

Systemische Beratung baut auf modernen Konzepten systemtheoretischer Wissenschaft auf und betrachtet den Menschen zugleich als biologisches und als soziales Wesen, das sich in und zu seinem Umfeld verhält. In der systemischen Beratung geht es um den sozialen Bezug menschlichen Verhaltens. Darum, wie Menschen mit sich und anderen Personen umgehen, welche Erwartungen sie haben und wie sie die an sich gerichteten Erwartungen einschätzen und beantworten.

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